Aus diesem Zwiespalt ergibt sich die Notwendigkeit, bei der Beschreibung atomarer Vorgänge einen Schnitt zu ziehen zwischen den Messapparaten des Beobachters, die mit den klassischen Begriffen beschrieben werden, und dem Beobachtungsobjekt, dessen Verhalten durch eine Wellenfunktion dargestellt wird. Während nun sowohl auf der einen Seite des Schnittes, die zum Beobachter führt, wie auf der anderen, die den Gegenstand der Beobachtung enthält, alle Zusammenhänge scharf determiniert sind - hier durch die Gesetze der klassischen Physik, dort durch die Differentialgleichungen der Quantenmechanik -, äussert sich die Existenz des Schnittes doch I am Auftreten statistischer Zusammenhänge. An der Stelle des Schnittes muss nämlich die Wirkung des Beobachtungsmittels auf den zu beobachtenden Gegenstand als eine teilweise unkontroIlierbare Störung aufgefasst werden. [...] Entscheidend ist hierbei insbesondere, dass die Lage des Schnittes - d.h. die Frage, welche Gegenstände mit zum Beobachtungsmittel und welche mit zum Beobachtungsobjekt gerechnet werden - für die Formulierung der Naturgesetze gleichgültig ist.